Dienstag, 31. März 2009

Sommer, Palmen, Sonnenschein!

Was kann schöner sein?
Nein, ich bin nicht im Urlaub. Nein, ich habe keines von Falks Fotos kopiert.
Das ist der Strand von Dublin. Das dahinten ist der Küstenort Dún Laoghaire (gesprochen Dunn Lierii, irische Aussprache /duːn ˈɫeːrʲə/). Da bin ich Sonntag hingeradelt.

Da ich im Moment in der Uni den ganzen Tag nur vorm Rechner sitze und Daten auswerte (Live Cell Array sind zwar super, aber man bekommt mit einem Versuch soviele Daten, dass es Tage dauert sie auszuwerten...), habe ich zur Zeit nicht so wirklich Lust auch abends noch vorm Rechner zu sitzen. Ausführlich Bereichte folgen dann morgen oder übermorgen. Dann bin ich hoffentlich fertig damit riesige Excel-Dateien anzustarren.

Montag, 30. März 2009

Straight outta...

https://www.hell.co.nz

Ja, originell sind die Kiwis ;)

First!


Samstag ging es mir nach einer ordentlichen Portion Schlaf wieder gut, und nachdem ich ein bißchen mit Peter, meinem Vermieter/Mitbewohner geschnackt hatte, brach ich auf, die Stadt zu erkunden. Die Barclay Street ist wirklich steil, dazu mach ich bei Gelegenheit nochmal einen eigenen Beitrag:



Mein Weg führte mich zunächst zum botanischen Garten







Und viele Dinge erinnerten mich auch gleich wieder an die Heimat



Hier werde ich dann ab morgen arbeiten:


Ein Blick auf das Octagon, den zentralen Platz in Dunedin, wo auch immer Straßenkünstler performen


Und ein paar Beispiele des "Lebkuchen-Stils", für den Dunedin bekannt ist


Das auf dem unteren Bild ist übrigens die Train Station, angeblich der am häufigsten photographierte Bahnhof der Welt.

Manches erinnert dann aber auch daran, wie weit man von zu Hause weg ist...


Ein Blick auf Otago Harbour


Ach ja, der geneigte Autofahrer möge sich bitte selbst ausrechnen, dass der Liter Sprit hier gerade mal 68 Cent kostet ;)


Viele der Dinge, die ich so entdeckt habe, sind aber glatt einen eigenen Beitrag wert, deshalb sind wir jetzt auch schon wieder beim Blick aus unserem Wohnzimmer:


Das hübsche Gebäude mit der eingepackten Fassade ist übrigens die Mikrobiologie.

Innerhalb der ersten 24 Stunden hatte ich auch gleich Kontakt zu drei einheimischen Biersorten:

Speights wird hier am Ort gebraut und ist gut zu trinken. Das Green Fern ist ein Öko-Bier, und war ganz nett zum BBQ. Hop Rocker wurde mir Freitag abend eingeflösst, daran erinnere ich mich nicht mehr so sehr. Hat aber, wie der Name schon impliziert, einen hohen Hopfen-Anteil.

Anreise - Teil 2


Wieder an Bord stellte ich fest, dass die Fluggesellschaft mir ein neues Set Dinge auf den Platz gelegt hat. Nun gut, ich fand meine Kopfhörer eigentlich noch in Ordnung, aber wenn sie meinen... Habt ihr mal darüber nachgedacht, wieviel Müll da pro Maschine zusammenkommt? Erschreckend!

Das Unterhaltungssystem kann übrigens nicht nur zeigen, wo das Flugzeug gerade ist

sondern liefert auch immens wichtige Informationen:

Der Flughafen Hongkong ist übrigens wie zu sehen sehr schön in die Bucht gebaut, so dass man sich bei der Landung schon innerlich darauf einstellt, zum Ufer schwimmen zu müssen... Ist ja sonst schon schlimm genug, dass man die Landebahn als Passagier erst sieht, wenn schon alles gelaufen ist, aber ein paar Meter über dem Meer zu fliegen ist definitiv noch unangenehmer...

Zur Entspannung gönnte ich mir einen weiteren Film:

Guter Film! Nicht ganz so gut wie "Snatch", aber immer noch ordentliche Unterhaltung.

Mittlerweile war es auch wieder spät genug zu schlafen. Das brachte nur zwei Probleme:
1. Weil wir weiter Richtung Osten flogen, war die "Nacht" nur etwa 3 Stunden lang.
2. Turbulenzen fördern nicht den gesunden Schlaf eines bodenständigen Mitteleuropäers.
Also kaum Schlaf...
Stattdessen noch ein Film:

Und wenn ich geschlafen hätte, hätte ich auch das verpasst:


Zum Frühstück Blueberry Pancakes und - einen Film :)

Das entsprach mittlerweile auch genau meiner geistigen Verfassung...

Apropos: Entweder war ich in einem verdammt großen Flugzeug, oder Neuseeland ist deutlich kleiner als erwartet:


Auf jeden Fall Zeit, die Zollkarte auszufüllen

Die machte den Eindruck, als würde man, falls man einen Fehler macht, standrechtlich vom Zöllner erschossen (und deine Familie werden sie auch finden!)


BY THE POWER OF IMMIGRATION NEW ZEALAND, I MAKE YOU LEAVE!


Naja, und über den zweiten Punkt bin ich immer noch nicht weg...


Dann waren wir auch schon endlich in Auckland, das sich von seiner besten Seite zeigte (25° und Sonnenschein). Leider darf man während des Landeanfluges ja nicht photographieren, aber ich kann euch sagen, dass wir eine beeindruckende Sicht auf Downtown Auckland hatten!

So, hier wurde dann auch mein Gepäck untersucht. Es begann mit einem süßen kleinen Beagle, der am Gepäckband vermutlich nach geschmuggelten anstößigen Bildern suchte, dann der eigentliche Zollbereich, wo ich auf 10 Metern Distanz dreimal meine Zollkarte vorzeigen und Fragen beantworten musste, bevor mein Gepäck zum etwa hundersten Mal im Laufe der Reise geröntgt wurde. Nun gut...

Vom internationalen Terminal zu dem für Inlandsflüge war es ein kurzer Spaziergang

und ich fühlte mich wie am Mittelmeer.


Irgendwann wurde mir dann klar, dass mein Anschlußflug nach Dunedin deshalb so lange dauern würde, weil wir in Wellington zwischenlanden würden. Und Wellington leigt leider direkt an der Cook Street, wo sich Tasmanisches Meer und Pazifik treffen. Das bedeutet schwere Crosswinds und fast garantiert raue Landungen.
Aber erstmal konnte ich noch das perfekte Wetter und vorallem die tolle Aussicht genießen:



Ja, Neuseeland macht glücklich, selbst wenn man es nur von oben betrachtet:

Wobei, vielleicht trugen Schlafmangel, Überfütterung und geistige Umnachtung auch ihren Teil bei ;)

Die Zwischenlandung war dann glücklicherweise halb so schlimm (wenn auch nicht völlig geschmeidig). Dann mussten wir für 10 Minuten (!) die Maschine verlassen, weil die Crew wechselte. Der Zwischenstop hatte auch zur Folge, dass zweimal Service stattfand. Verhungern kann man auf Flügen echt nicht.
Tja, und Wellington war eher enttäuschend, aber der Rest der Stadt soll schöner sein als der Flughafen

Wäre auch schlimm wenn nicht...

So, ich näherte mich also unaufhaltsam meinem Ziel! Wunderbar, so langsam hatte ich nämlcih die Schnauze voll vom Fliegen. Zumal ich ab Wellington den von mir okkupierten Fensterplatz wieder abgeben musste.

Schließlich, nach langer, langer Zeit (40 Stunden + 12 Stunden Zeitverschiebung) erreichte ich dann endlich Dunedin!

Und wurde auch gleich nett begrüßt:


Und was ich bisher so erlebt habe, schreibe ich euch bald (Meine Mitbewohner sidn grad joggen, und wenn sie zurück kommen wollen wir Pizza bestellen, also weiß ich nicht, wann ich weiterschreiben werde.)

And `ere we go!

So, glücklicherweise habe ich jetzt einen Adapter für meinen Laptop, also gibt es jetzt die äusserst ausführliche Schilderung meiner Abenteuer. Falls noch jemand auf´s Klo muss, jetzt gehen, ich will später keine Unterbrechungen!

Für die Übersichtlichkeit unterteile ich das ganze mal in mehrere Etappen. Beginnen wir mit dem Weg bis Hongkong.

Aufbruch war für mich Mittwoch gegen 12 Uhr. Um 12.19 ging meine Bummelbahn nach Göttingen, von dort ging es weiter mit dem ICE nach Frankfurt. Nachdem mich Gudrun ein bißchen nervös gemacht hatte, was meine Zeitplanung anging, hatte der Zug auch gleich mal 25 Minuten Verspätung... Ich wurde also schon ein wenig nervös...
Am Flughafen erklärte mir eine freundliche Lufthansa-Mitarbeiterin, dass sie grade neue Automaten zum Selber-Einchecken testen und dass ich da hin soll. Okay, da war dann auch ein netter Herr, der mir half, alles soweit kein Problem. Nur leider meinte der Automat, dass 2 von 3 Boarding Passes reichen müssten und weigerte sich, den für die Strecke London-Auckland auszudrucken. Also doch zum Schalter... Als ich meine Sachen dann beisammen hatte, war der Zugang zu meinem Gate grade wegen eines verlassenen Gepäckstücks gesperrt...
Naja, schlußendlich landete ich dann doch im Flieger. Dort machte der Pilot ungefähr folgende Durchsage:
"Herzlich willkommen, wie ihnen vielleicht beim EInsteigen aufgefallen ist, wird an unseremFlugzeug noch gearbeitet. Wir wechseln noch schnell einen der Reifen und verlassen Frankfurt dann mit etwas Verspätung".
Ja, ich hab ja Zeit...
Der Flug nach London war dann auch völlig unspektakulär.

In London selbst hing ich dann gut eine Stunde am Flughafen rum, bevor es weiter ging. Immerhin konnte ich schonmal einen Blick auf unseren Flieger werfen:

Da ich hinten saß gehörte ich zur ersten Gruppe, die boarden durfte. Das Innere eines Jumbos ist schon recht geräumig, da kann man nicht meckern. Auch das Unterhaltungssystem war beeindruckend udn bot alles, was das Herz begehrte:

Und was läuft natürlich auf einem Flug nach Neuseeland?


Nachts zu starten hat den immensen Vorteil, dass die Aussicht noch beeindruckender ist als sonst, udn London machte da keine Ausnahme.

Ach ja, nett. Vor der Landung, als leider schon alle elektrischenGeräte ausgeschaltet werden mussten, hatten wir auch einen tollen Blick auf den Westminster Palace und das Riesenrad.

Ob der sehr guten Filmauswahl beschließe ich, mich zu meinem Chicken Curry aus der Bordküche etwas zu unterhalten.

Tja, leider Gottes: Lamest movie ever. Aber perfekt zum Einschlafen. Was ich dann irgendwo über dem Baltikum auch tat.

Als ich erwachte, informierte mich das Unterhaltungssystem (über die tolle Funktion "Airshow"), dass wir grad irgendwo über dem Himalaya wären. Ich war aber deutlich zu müde, um das in irgendeiner Form würdigen zu können. Draussen passierte auch nicht sooo viel:

Also hab ich "Black Sheep" angemacht, bin dabei aber ständig weggedöst. Naja, ich kannte den Film ja auch schon.
Während des Frühstücks hab ich dann eine Folge "Family Guy" geguckt, in der sie den ersten (vierten...) Star Wars-Teil nachspielten, und zwei Simpsons-Folgen. Danach ging es mir besser.
Wenig später erreichten wir dann Hongkong, gegen Donnerstag abend 17 Uhr Ortszeit (sollte 10 Uhr in D sein).

Mittlerweile war ich auch ziemlich fertig mit der Welt, aber es tat gut, sich für eineinhalb Stunden mal die Beine zu vertreten (so geräumig ein Jumbo Jet auch ist, man sitzt halt stundenlang rum...)
Der Flughafen war sehr aufgeräumt,

bot aber auch erfrischende kulturelle Konstanzen

Soweit, so gut.