Montag, 28. September 2009

Picon

Mit etwas Verspätung, aber besser spät als nie, nun die Zusammenfassung der Tagung in Montpellier.
Unser Flug nach Paris ist einer der ersten, die morgens in Dublin starten. Um 6:20 Uhr. Kevin und ich wollten uns um 4 Uhr an einem Taxistand treffen und dann auf dem Weg zu Flughafen Eric abholen. Ich hatte ein paar Bedenken, was die Verfügbarkeit von Taxis morgens um 4 Uhr angeht und was soll ich sagen: Ich hatte leider recht. Wie jeden frühen Sonntag morgen, war die ganze Innenstadt voll mit Leuten, die aus den Clubs (die beiden Strassen mit den meisten Nachtclubs in Dublin liegen auf meinem Weg aus meiner Wohnung in die Innenstadt) strömen und Taxis suchen. Wir sind also bis zu Eric gelaufen und haben da ein Taxi gestoppt, dass gerade wieder in die Stadt wollte. Der Taxifahrer hatte es ziemlich eilig und hat die Strecke Stadt <-> Flughafen in Rekordzeit hinter sich gebracht. Die Flüge nach Paris und Montpellier verliefen völlig unspektakulär und um 12 Uhr waren wir in Montpellier. Nach 6°C morgens in Dublin, waren die 27 °C in Montpellier ein kleiner Schock. Aber diese Art von Schock akzeptiere ich gerne. Den Rest des Tages haben wir dann unter Erics Anleitung (er hat zwei Jahre in Montpellier gewohnt, konnte sich aber nicht mehr so richtig an alles erinnern) Montpellier angeguckt. Ein paar Eindrücke.Der kleine Triumpfbogen. Längst nicht so viel Verkehr wie am gleichen Platz in Paris.

Die Kathedrale mit direktem Zugang zur alten medizinischen Fakultät. Die älteste Medizin-Uni der Welt. Wir waren da auch in dem alten Hörsaal mit dem Seziertisch. Ziemlich spooky da drin. Die Fotos sind aber leider nicht so toll geworden.Am Ende der Stadt startet dann das alte römische Aquädukt. Da dort leider gerade gebaut wurde, konnten wir es nicht so richtig sehen.

Die Tagung war super. Tolle Vorträge und das ganze BaSysBio-Programm läuft ziemlich gut. Aber ich werde hier jetzt sicher nicht anfangen über Wissenschaft zu reden. Reden wir also übers Essen. Was soll ich sagen... Südfrankreich halt. Ich habe noch nie auf einer Tagung so gut gegessen wie dort. Jeden Mittag gab es auf der Tagung drei Gänge. Vorspeise und Hauptgericht waren immer Fisch und hervorragend zubereitet. Lecker. Beim BaSysBio-Dinner gab es zur Vorspeise Crème brûlée mit Fois gras. Extrem lecker. Danach gab es natürlich wieder Fisch. (Die Fotos hat alle Sjouke aus Groningen gemacht)
Dienstag abends waren wir dann ein bisschen weg. Auf einem großen Platz in Montpellier haben die Medizinstudenten irgendwas gefeiert. Da haben wir dann ein Bier getrunken und danach wollten wir eigentlich in eine Piratenbar (die beiden Postdoktorandinen aus Montpellier hatten die Führung übernommen) aber die Bar war leider zu voll und wir sind nicht reingekommen. Wir sind dann in einen nahegelegenen Club, aber das war absolut niemand, so dass wir nach einem Bier wieder zurück ins Hotel gegangen sind. Mittwochmittag war die Tagung dann vorbei und ich habe nachmittags noch ein bisschen die Stadt erkundet. Außerdem mussten wir das Hotel wechseln, weil Eric und ich ein Tag zu wenig gebucht hatten. Das zweite Hotel war im Prinzip besser als das erste, aber eine Sachen, haben wir nicht so ganz verstanden:Für dieses Foto stand ich in der Dusche. Die Glastür ist die Tür der Dusche. Ja, das bedeutet, man kann sowohl die Dusche als auch das Klo vom Bett aus sieht und es gibt keine Möglichkeit das irgendwie zu trennen. Wenn man das Doppelzimmer für sich alleine hat (wie wir) ist das ja kein Problem. Wenn man aber das Zimmer, wie in manchen Arbeitsgruppen ja durchaus üblich, teilen muss.... Da will man gar nicht drüber nachdenken!
Donnerstag auf dem Rückflug hatten wir 3,5 Stunden Aufenthalt in Paris. Zu unserem Glück waren wir in dem neuen Terminal.Die Saal ist gigantisch groß und dadurch kommt es einem nie überfüllt vor. Sehr angenehm.Ebenfalls großartig: Alle 50 Meter oder so gibt es Playstations zum Spielen. Völlig kostenlos. Und es stehen überall diese Stühle vor riesigem Panorama-Fenster mit Blick über das Flugfeld. Die Wartezeit verging extrem schnell. Die Flüge waren auch ruhig und so waren wir pünktlich zum Geburtstag von Guinness wieder in Dublin. Wir waren allerdings zu kaputt, um an den Feierlichkeiten teilzunehmen. Es war unfassbar voll und die Leute waren unfassbar betrunken. Keine gute Kombination, wenn man übermüdet aus dem Flieger steigt. Ich habe mich dann nur noch mit meinem Koffer durch die Menge geprügelt und bin nach Hause.
Die nächste BaSysBio-Tagung findet dann Ende Februar in Brüssel statt. Danach geht es Ende März zur Systembiologie-Tagung nach Paris und gleich im Anschluß aller Wahrscheinlichkeit nach zur VAAM in Hannover. Drei Tagungen in 4 Wochen. Großartig!

Sonntag, 27. September 2009

Welcome to paradise

Dear mother, can you hear me laughing
It's been six whole months since that
I have left your home
It makes me wonder why I'm still here
For some strange reason it's now
Feeling like my home
[And I'm never gonna go]

Heute vor 6 Monaten bin ich in Neuseeland angekommen. Ganz schoen krass, wie schnell die Zeit vergeht...

Als vorlaeufige Bilanz kann ich nur sagen: Ich bereue es nicht.

Was mir fehlt: Meine Freunde und Familie, Haribo, endlich mal ein Sommer und brauchbare Fernsehnachrichten.

Was ich stattdessen habe: Neue Freunde, Toffee-Pops, Strand vor der Haustuer und endlich wieder Spass an der Arbeit.

Klingt nach einem fairen Deal ;)

Samstag, 26. September 2009

Guess who´s back...



Aber wenigstens Rita (unsere momentane Kurzzeit-Mitbewohnerin) war hellauf begeistert ;)

Donnerstag, 24. September 2009

To Arthur!

Ich bin zurück aus Montpellier. Bericht morgen.
Heute nur ein kurzes "Happy Birthday to Guinness!"

Mittwoch, 23. September 2009

BBQ

Letzten Samstag war uns so danach, mal die Grillsaison einzuläuten. Dazu haben wir uns, rückblickend betrachtet, auch den perfekten Tag ausgesucht:

Davor und danach hat es nur noch geregnet (und tut es immer noch :( ).
Also ein paar Freunde, Kollegen und Nachbarn eingeladen und losgelegt!

Gut vorbereitet waren wir natürlich auch:


Verrückter Kiwi und halber Hirsch:

Der Gruppenleiter des Nachbarlabors ist begeisterter Jäger und versorgt uns mit großen Mengen roten Fleisches. Rotwild vom Grill ist übrigens super!

Und unsere illustre Gästeschar (zumindest ein großer Teil davon)


Und wie immer bei solchen Aktionen blieb genug übrig, um noch 3 Tage davon zu essen...

Freitag, 18. September 2009

Nur noch wenige Stunden...

...und ich werde den 100 Millionen Euro Jackpot geknackt haben. Also falls ihr nächste Woche nichts von mir hört, bin ich irgendwo, wo die Sonne scheint! (Oder aber ich bin auf Tagung im regnerischen Montpellier)
Wir haben auch einen Lottoschein fürs Labor gekauft. Es könnte also auch sein, dass Kevin ab Montag keine Postdocs mehr hat. Aber im Oktober fängt ja die neue Doktorandin an. Die muss dann halt den Laden schmeissen.
Also wünscht mir Glück für heute abend. Ich wünsche euch dann auch Glück für den 23 Mio Jackpot morgen in Deutschland.

Donnerstag, 17. September 2009

Verdammt!

Ich habe gestern einen Weg gefunden, unsere Auswertung der Live Cell Arrays zu verbessern und die Qualität der Daten zu erhöhen. Blöderweise bedeutet das, dass ich die ganze Auswertung der 27 96-Well-Platten noch einmal machen darf. Ich sollte aufhören während der Arbeit zu denken. Das bringt nur Probleme.
Es bedeutet natürlich auch, dass ich weiterhin keine Zeit habe irgendwelche Fotos oder sonstiges über den Urlaub zu posten, denn die Auswertung sollte natürlich nach Möglichkeit bis zur Tagung am Sonntag fertig sein, damit wir auf alle Fragen reagieren können. Dann lege ich jetzt mal los.