Mittwoch, 29. April 2009

Good news, everyone!

Hier ist im Moment nicht besonders viel los. Arbeit halt. Nichts wirklich spannendes. Also außer wissenschaftlicher Ergebnisse natürlich ;) Heute ist unsere neue Postdokorandin angekommen. Sie ist hier, um sich eine Wohnung zu suchen und fängt dann Mitte Mai an. Sie hat ihre Doktorarbeit in der Gruppe von J. Helmann an der Cornell gemacht und übernimmt jetzt die Stelle, auf die sich auch Falk beworben hatte. Wir haben dann auch mal geguckt, was Wohnungen jetzt so kosten. Die Preise sind drastisch gefallen, seit ich hier bin. Ich überlege jetzt schon, ob ich dann nicht im Herbst in eine größere, bessere und billigere Wohnung ziehen sollte. Ich bezahle im Moment 950 € Miete. Das war damals (vor 3 Monaten also) die untere Preisklasse für Innenstadtwohnungen mit 2 Zimmern. Die Preise liegen jetzt durchschnittlich bei 800 €. Das würde sich schon lohnen... Mal gucken, wie sich die Wirtschaftskrise entwickelt und was sie mit den Mietpreisen hier in Dublin anstellt.
Claudine hat festgestellt, dass Aer Lingus die Linie Dublin-München doch nicht zum 24. Oktober einstellt. Großartig! Muss ich also doch nicht über Frankfurt nach München fliegen (das wäre übrigens immernoch billiger als ohne Bahncard von München nach Göttingen mit dem ICE zu fahren...)
Außerdem haben Eric und ich gestern herausgefunden, dass die Trinity Library ab sofort auch DVD verleiht. Genau wie die Bücher: kostenlos. Sehr praktisch.
Ich habe immer noch nicht die Fotos von der Tagung in Kopenhagen. Deshalb muss der Bericht noch etwas warten. Aber: Eine Tagung in einem Vergnügungspark zu veranstalten, ist echt eine super Idee!

Montag, 27. April 2009

Kontaminierungsalarm!

Erster Tag wieder im Labor. Und nach nur 2 Stunden wird man gezwungen wieder zu gehen.
Unser Institut ist direkt mit der Pharmazie verbunden. Dort haben es vermutlich ein paar Studenten geschafft, größere Mengen Cyclohexan (das ist nicht bestätigt, aber es roch extrem nach Lösungsmitteln) in das Lüftungssystem des Instituts zu bekommen. Wir haben erst gedacht, es wäre Gas oder so. Aber es wurde immer schlimmer. Dann wurden wir evakuiert. Es wurden Security-Guards am Eingang positioniert. Keiner durfte mehr rein. Wir haben das erstmal ein Seminar in einem Café gemacht. Danach durfte man das Institut aber immer noch nicht wieder betreten. Eric und ich haben dann Paola beim Jeanskauf beraten. Jetzt sind wir alle nach Hause gegangen. Das gibt mir immerhin die Chance meinen Kühlschrank wieder aufzufüllen.
Alles wichtige über die Tagung gibt es, wenn ich die Fotos zugeschickt bekommen habe.

Samstag, 25. April 2009

The fast and the furious

Wir waren gestern im Kino und haben den vierten Teil von F&F gesehen. War kein Totalausfall, aber auch nicht oscar-verdächtig. Das beste war aber der Transformer:Revenge of the Fallen - Trailer vorher :D
Ach, was freu ich mich auf den Film!
BTW: Verwandelt sich der Decepticon wirklich in einen Audi TT? Immer die bösen Deutschen...

Aber worüber ich eigentlich reden wollte:
Da das Wetter passend zum Wochenende wirklich gut war, sind Doreen, Naohiro und ich heute zum Tomahawk Beach gefahren. War ganz nett, aber als wir zurück zum Auto kamen, sah das etwas anders aus, als wir es zurückgelassen hatten:

Beeindruckend.
Ich als Experte für das Rammen unbeweglicher Objekte muss meinen Respekt aussprechen. Eine derartige Delle zu verursachen ohne den Lack zu zerkratzen, das schafft nicht jeder!
Vorallem, wenn man bedenkt, wieviel Platz der andere Wagen zum Ausparken hatte:

Nun ja... Da der Wagen keine B-Säule hat, sollte es nicht wirklich viel Schaden an der Fahrgastzelle angerichtet haben.
Und der andere Fahrer hat zumindest eine Telefonnummer hinterlassen.
Ausserdem wird der Wagen dadurch vermutlich etwas günstiger, wenn ich ihn in ein paar Wochen kaufen sollte.

Donnerstag, 23. April 2009

Roadtrippin´- Tag 5

Am nächsten Morgen macht wir uns nach dem Frühstück auf den Weg weiter nach Norden. Erster Stop war der Lake Rotoiti nahe St. Arnaud.

Dort gab es neben der tollen Aussicht auch eine weitere neuseeländische Attraktion zu bewundern, schwarze Schwäne:

Siehe hierzu auch

http://en.wikipedia.org/wiki/Black_swan_theory

Die gefiederten Genossen waren (wie die meisten Wildtiere hier) durchaus kontakfreudig und deutlich besser gelaunt als ihre europäischen Verwandten:

Im Wasser tummelte sich auch anderes Getier:

Dann ging es weiter an Blenheim vorbei auf den Queen Charlotte Scenic Drive durch die Marlborough Sounds. Neuseeländische Strassen gibt es in drei Kategorien:

State Highway entspricht in etwa der deutschen Landstrasse.

Normale Strassen sind etwas schlechter ausgebaut und gerne mal „unsealed“, also ohne Asphaltdecke.

Nebenstrecken würden in Deutschland grade noch als Forstweg durchgehen...

Natürlich sind die interessanten Strassen fast immer Nebenstrecken, so auch diese. Das heißt, auf dem Weg ist mit etwas Mühe Platz für zwei Autos, aber die Schilder, die auf „Logging Trucks“ (also Holztransporter) hinwiesen, waren schon etwas... einschüchternd.

Als erstes verschlug es uns auf den Monkey Bay Walk, wo es allerdings keinerlei Affen gab (Touristen-Nepp!). Dafür hübsche Aussicht:


Über diverse andere Buchten mit so schönen Namen wie „Cable Bay“, „Ocean Bay“ oder auch „Robin Hood Bay“ näherten wir uns schließlich Nelson






Sehr schön: Die Staubschicht auf der Stoßstange nachdem wir die Nebenstrecke verlassen hatten

In Nelson hatten wir wieder verdammt viel Glück mit der Unterkunft, denn das Paradiso Hostel hatte nicht nur einen Whirlpool, sondern auch einen 10 Meter-Pool und sehr gute Ausstattung drumherum mit vielen, kontaktfreudigen Gästen. Erstaunlich, wie lange manche Leute mit Work&Travel verbringen, der eine Deutsche, mit dem ich mich unterhalten habe, reiste schon seit 13 Monaten so durch Neuseeland.

Mittwoch, 22. April 2009

Propaganda!

Auch wenn die hirngefickten Assis momentan nicht marschieren dürfen:

Link-Button des linksradikalen Bündnisses gegen den Naziaufmarsch am 1.Mai

Mobi-Banner des linksradikalen Bündnisses gegen den Naziaufmarsch am 1.Mai

Jede Stimme zählt!

Informationen:

http://www.kein-raum.de.vu/

Roadtrippin´ - Übersicht

Um mal kurz die Strecke grafisch zu veranschaulichen:

Dienstag, 21. April 2009

Roadtrippin´- Tag 1 bis 4

So, jetzt hab ich wieder Strom und kann endlich was über meine Rundreise über die Südinsel schreiben.

Die ersten 3 1/2 Tage werde ich nur kurz beschreiben, da wir dort noch recht nahe an Dunedin waren und ich definitiv mit Gudrun nochmal dorthin fahren werde, und ich möchte nichts spoilern. Also darüber dann mehr zu gegebener Zeit.

Kurze Zusammenfassung: 9 Tage unterwegs, 3700 km gefahren, verdammt viele coole Dinge gesehen. Mit mir unterwegs waren Doreen (deutsche Doktorandin), Katja (deutsche Studentin) und Naohiro (japanischer PostDoc). Witze über die "Achsenmächte des Labors" wurden nicht gut aufgenommen...

Start war an Karfreitag um 9 Uhr bei besten Wetter. Der erste Stop waren die Moeriki Boulders, ein Strand, an dem man hübsche Steinkugeln bewundern kann, die (wie auch anders in NZ) durch vulkanische Aktivität entstanden sind und schon sehr cool ausschauen. Man denkt "Die hat doch wer im Gartencenter gekauft udn hier abgeladen...".
Nachdem wir ein paar Staudämme abgeklappert hatten, fanden wir einen sehr guten Backpacker in der Nähe von Twizel und blieben dort für das Wochenende. Nachdem wir festgestellt hatten, dass man auch in NZ an Karfreitag keinen Alkohol kaufen kann, genossen wie den Sonnenuntergang am Lake Pukaki.
Am nächsten Morgen sind wir zum Mount Cook Village gefahren und sind den Hooker Valley Track bis zum Ende des Gletschers hochgekraxelt, ebenfalls bei perfekten Wetter.
Ostersonntag sind wir zum Lake Tekapo (oder auch "Take-a-poo") gefahren und haben die Good Sheperd-Kirche direkt am Ufer angeschaut (einer der beliebtesten Plätze um in NZ zu heiraten) und das Monument für den Hütehund (nun ja...). Da Ostersonntag war, haben wir ein bißchen rumtelefoniert und schonmal eine Unterkunft in Hanmer Springs organisiert, was sich als sehr weiser Entschluß herausstellte. Wir haben dort auf einem Campingplatz in einer "Cabin" übernachtet, dass ist im Prinzip eine "Sperrholz-Box" mit Etagenbetten und Stromanschluß.
Nach einem ziemlich Gewaltmarsch über Christchurch endete dieser Tag im Auto dann recht spät, aber immerhin bekamen wir noch nettes Thai-Essen und haben Ping-Pong gespielt (inklusive Rundlauf, wie in der Grundschule :D)


Am nächsten Tag war das Wetter nicht wirklich perfekt, aber das machte nichts. Hanmer Springs ist nämlich glücklicherweise ein beliebter Kurort, was vorallem an den heißen Quellen liegt, die hier zutage treten.
Also gingen wir ins Spa (wofür Naohiro und ich uns extra neue Badehosen kaufen mussten, da wir natürlich keine mitgenommen hatten...).
Dort habe ich gelernt, dass ein heißer Schwefelpool nicht nur seltsam riecht, sondern auch zur Elektrolyse fähig ist. Mein Ring war hinterher nämlich nicht merh wirklich silbern:

Seine ursprüngliche Farbe kehrte aber nach einigen Tagen wieder zurück.

Hier beobachten meine Mitfahrer am "Adventure Canyon" das treiben auf dem Wasser:

Man beachte die Bungee-Plattform im Hintergrund.
Auf dem Hanmer River konnte man Jetboats bestaunen:


Wesentlich beschaulicher war der nächste Stop am Waterfall Walk:




Und die Landschaft ist auch vom Auto aus sehr ansehnlich:


Wasserfälle hat es in NZ übrigens an jeder Ecke:


Eigentlich wollten wir am vierten Tag schon in Nelson sein, das haben wir aber nicht geschafft. So übernachteten wir in St. Arnaud in einem recht schicken Backpacker.
Apropos Backpacker: Die sind hier nicht nur spottbillig (wir haben immer um die 100$ für alle zusammen bezahlt, also etwa 50 Euro), sondern auch durchaus luxuriös. Whirlpool gehört da schon zum Standard.