Montag, 11. Januar 2010

Andersrum

Ich wollte nur mal kurz einen Satz aus dem Hamburger Abendblatt zitieren, den ich kurz vor Weihnachten gelesen habe. Ich weiß nicht mehr worum es ging, aber der Satz ist immer noch lustig.

Warum gibt es Leute, die bei Schlager-Musik weinen und über Mario Barth lachen, eigentlich müsste es doch genau anders herum sein?!?

Recht hat er...

Freitag, 8. Januar 2010

Wie viele Trinity-Mitarbeiter braucht man,…

…um die Einfahrt des Colleges mit zwei Eimern Salz zu streuen?

9

Die Antwort: Offensichtlich 9!

Es war sehr lustig, sie zu beobachten. Wie sie erstaunt waren, was für einen Effekt Salz auf Eis hat! Chemie! MAGIE!

Ice Ice, Baby

Dublin On Ice continues!

Nach dem Hagel/Schnee von vorgestern, war es gestern gefrorener Nebel. Yiepieh! Und auch weiterhin werden keine Straßen oder Fußgängerwege geräumt oder gestreut. Überall rutschen Menschen durch die Gegend und, irgendwie ein bisschen gefährlicher, Autos und LKWs. Mehrere Straßen auf meinem direkten Weg vom College zu meiner Wohnung sind komplett gesperrt. Die Schulen sind geschlossen und der Busverkehr drastisch reduziert.
Immerhin habe ich einen freien Weg nach Hause, denn es sind viel weniger Fußgänger oder Autos unterwegs. Die bleiben einfach alle zuhause. Eine positive Seite der Wirtschaftskrise: Die Meisten sind arbeitslos und müssen nicht raus! Oder so ähnlich.
Heute ist endlich die erste Lieferung Salz angekommen und vielleicht wird wenigstens ein bisschen was verstreut, falls die LKWs es von der Westküste bis nach Dublin schaffen?!?
Eine weitere Folge der "extreme" Temperaturen (-4°C, sind hier EXTREM!) ist, dass die Wasserwerke nicht mit der Wasserversorgung nachkommen und in Dublin in den nächsten Tagen die Wasserversorgung limitiert wird. Die Zusammenhänge zwischen Kälte/Eis/Schnee und Wasserknappheit verstehe ich zwar nicht, aber naja. Wie Leagh es ausdrückte: This country will be the most miserable place to live!
Bei all diesen Berichten könnte man jetzt meinen hier wären meterhoch Neuschnee, aber in Wirklichkeit hat es diese Woche vielleicht 1 cm Neuschnee gegeben. Es ist einfach nur lächerlich!

Donnerstag, 7. Januar 2010

Sommer, Palmen, Sonnenschein...

... was kann schoener sein?

Nun ja, Sommer, Palmen, Sonnenschein waeren ja schonmal ein Anfang.
Deshalb fuer alle, die glauben, ich haette das alles hier momentan zur Genuege mal die aktuelle Wetterlage der letzten Tage:


Und dazu stuermt es natuerlich ganz herzerweichend...


Naja, so passt das Wetter wenigstens zu meiner Stimmung...

Nachtrag:

WTF?


Mittwoch, 6. Januar 2010

Chaostage

Wenn der Winter in Irland noch eine oder zwei Wochen anhält, gibt es vermutlich mal wieder eine Hungersnot oder Kannibalismus oder ähnliches. Es hat vorgestern geschneit. Also wenn ich geschneit sage, reden wir hier über maximal 1 cm. Eigentlich kein Problem für den Winterdienst.

Aber genau da liegt das Problem. Da es hier nie schneit, gibt es auch keinen Winterdienst. Es bleibt also alles so wie es ist. Die Autos haben natürlich auch alle keine Winterreifen. Der Flughafen musste schließen, weil es “so viel” Neuschnee gab. Das war aber alles noch zu ertragen. Heute fing es dann an zu hageln. Es war eigentlich eher ein Hagelsturm. Komplett mit Blitz und Donner. Sah cool aus. Das Resultat: Ungefähr 2-3 cm Hagel überall. Dazu Temperaturen unter null. Das führte zu einer schönen Eisschicht. Folge: Flughafen geschlossen, Busse fahren gar nicht mehr und die Autos rutschen nur noch irgendwo durch die Gegend.

Auch das wäre mir egal. Aber die 3 cm Eisschicht auf den Fußgängerwegen ist schon irgendwie blöde. Ich habe heute 45 Minuten für meinen Weg nach Hause gebraucht. Also 30 Minuten länger als sonst. Und wenn es heute Nacht noch mehr friert, hagelt oder schneit, sehe ich nicht, wie ich morgen noch zur Arbeit kommen soll ohne mir mehrere Kochen zu brechen.

Die gute Nachricht: Es wurde Salz bestellt, damit man wenigstens etwas streuen kann. Lieferdatum: Nächste Woche Dienstag, oder noch ein bisschen später, weil Irland ja nicht das einzige Land im Winter ist und so ziemliches jedes andere Land in Europa schlimmer betroffen. Achja, morgen sind die Winterferien vorbei und die Schule geht los. Auch das glaube ich noch nicht. Ohne Bus und mit total blockierten Straßen wird das so nicht stattfinden können.

So true!

Spiegel Online heute über Dublin und die lächerlichen Preise:

Dublin - neureich, aber herzlich


"Eines vorweg: Die Iren trinken wirklich so viel Alkohol wie angenommen. Im EU-Vergleich rangieren sie nach Zahlen der Weltgesundheitsorganisation auf Platz 4. Daran ändern auch die hohen Alkoholpreise nichts. Eine Flasche Wein kostet oft dreimal so viel wie auf dem europäischen Festland. Für eine Dose Bier zahlt man im Supermarkt etwa 1,80 Euro.

Auch beim Essen muss man sich auf andere Verhältnisse einstellen: Ein Döner-Sandwich reichen die Verkäufer oft für acht Euro über die Theke. In der Uni-Mensa des Trinity College gilt ein Gericht um die fünf Euro als Spezialangebot."


Quelle: spiegel.de


Dienstag, 5. Januar 2010

Brrrrr!!!

Als ich Sonntagabend in Dublin gelandet bin, wusste ich schon, was mich in meiner Wohnung erwartet. Das Problem ist folgendes: Die Heizung im Wohnzimmer muss man übernacht aufladen, damit man heizen kann. Ihr werdet das Problem sicher gleich erkannt haben. Da die Heizung über Weihnachten natürlich ausgeschaltet war, konnte ich am Sonntagabend nicht heizen. Und es ist hier in Irland zwar etwas wärmer als in Deutschland, aber trotzdem nicht warm genug, um ohne Heizung zu überleben. Deshalb musste ich mich gleich ins Schlafzimmer verziehen, denn die Heizung muss nicht vorher aufladen und heizt sofort. Mittlerweile hat auch mein Wohnzimmer wieder eine vernünftige Temperatur erreicht. Aber durch die miesen Fenster kommt soviel kalte Luft, dass ich die Heizungen ständig auf voller Kraft laufen lassen muss.
Im Vergleich zu den Fenstern im Institut sind meine Fenster aber noch Spitzenklasse. Ich wusste ja schon, dass praktisch jedes Haus in Dublin bauliche Mängel hat und das unser Institut da auch nicht zu wenige hat, aber die Fenster hier...
Unser Atrium hat ein riesiges Dach, dass nur aus Fenster besteht. Da es schon immer reinregnet (als so gut wie jeden Tag und immer schön auf unser Mittagessen), war auch nicht damit zu rechnen, dass es Kälte abhält. Da das Atrium auch keine Heizungen hat, ist es richtig kalt, richtig, richtig kalt. Aber das wäre zu verkraften. Das Problem ist das Labor. Unsere Schreibplätze sind zwar direkt neben der Heizung, aber leider auch direkt neben den Fenstern. Und selbst die Heizung auf voller Kraft kommt nicht gegen den Wind an, der durch die Fenster pfeift. Temperatur an meinem Schreibplatz: 12°C! ZWÖLF! Mit einen konstanten kalten Luftzug von rechts. Wie soll man denn da arbeiten?!?! Ich bin doch kein Scheibenwelt-Troll, der zum Denken in einen Kühlraum geht. Mein Hirn wird nicht besser je kälter es ist! Mein Hirn sagt mir den ganzen Tag nur: "Es ist kalt, geh nach Hause! Es ist kalt, geh nach Hause! Es ist kalt, geh nach Hause!"