Donnerstag, 16. April 2009

Life in the street isn't easy

Es gibt hier in Dublin zwei große Fußgängerzonen. Dort tobt besonders am Wochenende das Leben. Natürlich gibt es auch viele Straßenkünstler und -musiker. Das Repertoire geht dabei weit über die in Deutschland üblichen peruanischen Flötenspieler hinaus. Viele haben Verstärker und komplette Schlagzeuge dabei. Und die meisten sind sogar extrem gut.

Es gibt aber auch Ausnahmen. Ein häufiges Problem der Musiker sind Betrunkene. Die stellen sich dann direkt neben die Musiker und fangen an zu "singen". Das kann man relativ häufig beobachten und es ist immer wieder sehr lustig. Beispiel gefällig:


Und dann gibt es noch meinen "Lieblingsstraßenkünstler". Der Typ steht immer vor dem St. Stephens Green Einkaufszentrum. Er hat seinen "Ghettoblaster" dabei. Er beobachtet sich selber im Schaufenster. Und dann "tanzt" er einfach. Ich weiß, ich benutze "" hier sehr inflationär, aber mir fehlen einfach die Worte um ihn korrekt zu beschreiben. Seht selbst!:


Er hat übrigens keine Mütze oder sowas dabei, wo man Geld geben könnte. Er unterhält offensichtlich die Leute einfach gerne mit seinem Tanz...

Howth

Ich habe beschlossen, dass es jetzt Zeit ist auch mal ein paar Landschaftsbilder zu zeigen. Am Wochenende vor Ostern, als Claudine mich besucht hat, haben wir sonntags einen kleinen Ausflug auf die Halbinsel Howth gemacht. Die liegt nord-östlich von Dublin und ist mit der S-Bahn in ein paar Minuten zu erreichen.Es führt ein Pfad entlang der Steilküste, den man bequem entlang wandern kann, ohne Gefahr zu laufen hinabzustürzen. Das ist der Blick zurück auf den kleinen Hafen von Howth, in dem hauptsächlich kleine Segelboote liegen. Segeln ist hier ein weitverbreitetes Hobby. Auch viele aus meinem Institut fahren am Wochenende raus.
Von Howth aus kann man dann Dún Laoghaire sehen. Dort halten die Fähren, die aus England kommen. Wenn man etwas weiter nach rechts gucken könnte, würde man Dublin sehen. Naja, zumindest den Hafen. Aber an dieser Stelle hören die Steilklippen mehr oder weniger auf und es geht wieder auf NHN runter. Wir sind dann quer über die Insel zurück gegangen. Fürher gab es eine Straßenbahn, die den Berg hochgefahren ist. Die wurde aber 1952 geschlossen und man kann die Strecke jetzt als Wanderweg benutzen. Auf den ca. 3 Kilometer zurück zur Stadt kommt man an mindestens 3 Golfplätzen vorbei. Noch so ein Hobby der Iren.

Mittwoch, 15. April 2009

Alcohol is only for people ..... Update

Da habe ich doch glatt meinen Lieblingssatz der einen leicht bekleideten Dame vergessen.

"I only wear underwear in the winter"

Ihr Kleid ließ daran auch nicht den geringsten Zweifel...
Die beiden waren auch gestern beim Mittagessen immer noch eines der Hauptgesprächsthemen der Mädchen des Instituts. Es ging auch da hauptsächlich um die spärliche Bekleidung (deshalb ist mir der Satz auch wieder eingefallen)...

Dienstag, 14. April 2009

Alcohol is only for people who can afford to lose some brain cells

Good Friday = No Alcohol
So ist es. An Karfreitag kann man in Irland kein Alkohol kaufen. Es wird auch nichts ausgeschenkt. Deshalb gibt es an diesem Tag viele Hauspartys. Denn man kann ja auch am Donnerstag schon Alkohol für Freitag kaufen. So schlau sind allerdings nicht alle. Viele fahren extra zum Flughafen (da gibt es Alkohol) oder sogar nach Nordirland, nur weil sie vergessen haben Alkohol zu kaufen.
Jemand aus dem Institut hat auch bei sich zuhause gefeiert. Da ich Freitag gearbeitet habe und Niall und der Gastgeber auch im Institut waren, haben wir uns da getroffen. Auf dem Weg zur Party haben wir uns noch indisches Essen besorgt. Der hygenische Standard war noch fragwürdiger als bei dem Inder in der Goethe-Allee in Göttingen. Aber das Essen war super und ich lebe noch!
Die Party war auch sehr lustig. Es gab einen Jungsüberschuß, aber es war tortzdem okay ;)
Die auffälligsten Personen auf der Party waren zwei russiche Mädchen (es gibt in Dublin viele Einwanderer aus Russland und vorallendingen Polen), die praktisch nackt rumgelaufen sind. Also auch nackt nach irischen Maßstäben. Sie trugen außerdem farbige Perücken. Und um ein bisschen gemein zu sein: Auf der Reeperbahn wären sie nicht aufgefallen, wenn ich versteht, was ich meine... Beide (haben oder) hatten Boyfriends, waren aber auf der Suche nach "Upgrades". Als ich gegangen bin (so gegen 2:30 Uhr, ich musste am Samstag Morgen animpfen) hatten sie noch keinen Erfolg damit...
Karfreitag und Ostermontag waren hier natürlich auch Bank-Holidays. Das bedeutet allerdings nicht das gleiche wie in Deutschland. Fast alle Geschäfte haben auf. Nur die kleinen bleiben geschlossen. Das hatte zur Folge, dass ich mich Sonntag (sonntags sind natürlich auch alle Geschäfte auf) praktisch durch die Fußgängerzone prügeln musste, um ins Institut zu kommen. So voll habe ich die Innenstadt noch nie gesehen. Aber auch das habe ich überlebt...
Ansonsten habe ich auf Comedy Central den Two and a half men Marathon geguckt. Es wurden alle Folgen der 2-5 Staffel gezeigt. Außerdem habe ich ausgenutzt, dass ich ja alle Bücher aus der Trinity Library ausleihen kann und habe zwei Bücher gelesen. Das Wetter war nämlich leider nicht so gut wie in Deutschland. Deshalb hatte ich keine Motivation mehr als nötig vor die Tür zu gehen.

Mittwoch, 8. April 2009

Wikinger

Dublin wurde 844 von Wikinger gegründet. Sie nannten das Dorf "Dubh Linn", was sowas in der Art von „Schwarzer Tümpel“ heißt. Es gab daneben schon ein altes Dorf das "Áth Cliath" hieß. So heißt Dublin auch heute noch auf irisch.
So genug Geschichte.
Da es hier riesige Ausgrabungen gab und quasi ein ganzes Stadtviertel auf dem alten Wikingerdorf steht, gibt es nicht nur ein Wikingermuseeum, sondern auch die Vikingstour. Dort fährt man mit diesem Gefährt durch die Gegend. Offensichtlich sogar im Wasser.


Wenn der Bus an einer roten Ampel halten muss, fordert er alle im Bus auf, dass sie so laut wie möglich schreien, wenn die Ampel grün wird und der Bus losfährt. Das führt regelmäßig dazu, dass sich Touristen, die das noch nicht kennen, sich zu Tode erschrecken. Sehr lustig.


Auf diesen Fahrten und im Museeum kann man diese Helme kaufen. So ein Helm gehört auch zu unserer Laborausrüstung. Er wird hauptsächlich dann benutzt, wenn wieder Schulklassen aus ganz Europa und den USA vor unserem Fenster stehen und uns beim Arbeiten zugucken. Wir haben auch noch eine Krücke und seit der Feier für die Rugby-Mannschaft auch eine Fahne. Let's confuse some completely strange people! Besonders die italienischen Schüler sind immer sehr verwirrt. Weil Paola uns auch noch italienische Schmipfworte beigebracht hat...
Auf dem Helm steht ausserdem: This helm does not provide any protection! Da wäre man auf Grund des extrem billigen Plastiks auch nie drauf gekommen!
Und zu guter Letzt noch einmal Geschichte: Wikinger hatten in echt gar keine Hörner an ihren Helmen! Und wieder was gelernt!

April-Budget

Gestern hat das irische Parlament beschlossen, dass es wegen der Finanzkrise die Steuern erhöhen sollte. Das ist die zweite Steuererhöhung, die beschlossen wurde, seit ich hier bin. Ich bekomme nun 143 € weniger im Monat. Glücklicherweise bin ich nicht krankenversichert (Das ist hier keine Pflicht und die decken auch nur wenig ab. Deshalb ist keiner versichert). Die Gebühren dafür wurden nämlich auch erhöht. Man bezahlt jetzt mehr als die Versicherung abdeckt. Merkwürdig. Darüber welche anderen gravierenden Konsequenzen die Wirtschaftskrise auf Irland hat, berichte ich ein anderes Mal.
Da so langsam das Geld ein bisschen knapper wird, habe ich bei der Uni angefragt, ob man mir nicht mein fehlendes Gehalt (wegen der Emergency Tax Rate) nicht schon vorher überweisen könnte. Nein! Das geht auf keinen Fall. Erst mit dem nächsten Gehalt. Deshalb kann ich mich auch noch nicht im Sportzentrum anmelden, da die den ganzen Jahresbeitrag auf einmal haben wollen. Da die Uni es ja letztes Mal auch nicht geschafft hat, mein Gehalt auf mein Konto zu überweisen, habe ich noch einmal nachgefragt, ob es denn dieses Mal auch wirklich klappt. Die behaupten es würde funktionieren.
Das Problem ist aber folgendes: Den Lohn gibt es am 20.04. An diesem Tag fliege ich aber schon morgens nach Kopenhagen zur Bacell und BaSysBio-Tagung. Ich kann also nicht überprüfen, ob ich auch bezahlt wurde. Wenn nicht, kann auch meine Miete nicht überwiesen werden. Ein bisschen blöd. Aber zum Glück kann Claudine ja aus München per online banking mein Konto hier in Irland im Auge behalten und zur Not per bailout eingreifen...
So, das wäre es fürs erste. Heute abend gibt es Informationen über Wikinger! Und Fotos! Und so!

Dienstag, 7. April 2009

King of the hill


Ja, das waren noch Zeiten... Als der Himmel blau war und die Sonne brannte...

Wie zum Beispiel letzten Samstag. Und weil das Wetter so toll war, hab ich mich ein paar Leuten aus dem Labor angeschlossen, die an diesem Tag Mt. Cargill besteigen wollten. Das ist die höchste Erhebung hier in der weiteren Umgebung, und liegt quasi direkt landeinwärts hinter der Stadt.


Welcome to the jungle!


Das hier sind die "organ pipes" (Orgelpfeifen), ebenso wie die Pyramiden am Victory Beach vulkanischen Ursprungs.


Rundherum gab es die übliche sehr ansehnliche Natur.



Und einen ersten Vorgeschmack auf den Ausblick, der einen oben erwarten würde.


Das Ziel zum Greifen nah!



Und eine ganze Serie Bilder in Originalgröße, bitte anklicken:





Meine Mit-Gipfelstürmer: Jen, Rebekah und Doreen

Der Aufstieg war echt anstrengend, und hinterher hatten wir alle Hunger. Also sind wir nach Port Chalmers gefahren (eigentlich hauptsächlich ein großer Containerhafen, deshalb im Volksmund auch leicht ironisch "Port Charming" genannt). Dort haben wir uns mit Peter und Tamzin getroffen.

Und ein Restaurant mit dieser Aussicht kann einfach nicht schlecht sein...

Danach sind Jen und Rebekah wieder nach Dunedin gefahren sind, ist der Rest von uns noch an den Strand:



:D